Kerstin Körner

Herzlich willkommen

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Sehr geehrte Damen und Herren,

Dippoldiswalde hat als ehemalige Kreisstadt eine zentrale Position im Osterzgebirge. Nach der Fusion mit Schmiedeberg leben hier 14.700 Bürgerinnen und Bürger und am 25. Mai 2014 geht es darum, wer an der Spitze der Verwaltung die ehemalige Kreisstadt des Weißeritzkreises im Landkreis Sächsische Schweiz – Osterzgebirge neu positioniert.

Mit dem Zusammengehen von Dippoldiswalde und Schmiedeberg ergeben sich neue Chancen für unsere Stadt. Wir haben das Potential, zu einem echten Mittelzentrum zu werden. Dazu brauchen wir die Ortsteile mit ihrem eigenen Profil. Persönlich möchte ich nicht nur das Stadt- und Gemeindegebiet des alten Dippoldiswalde und das von Schmiedeberg vereinen, ich möchte die Menschen aus 16 Ortsteilen zusammenführen. Diese Einheit zu erzielen, wird eine spannende Aufgabe für die nächsten Jahre – und es stellt für die Region auch eine große Chance dar.

Als unabdingbar erscheint es mir, dass sich Dippoldiswalde und Schmiedeberg auf Augenhöhe begegnen. Zugleich müssen viele Dinge ineinander aufgehen – ohne deshalb die Identifikation mit dem Heimatort aufzugeben. Die Dippser bleiben Dippser, die Schmiedeberger bleiben genauso in Schmiedeberg Zuhause, wie die Seifersdorf in ihrer Ortschaft oder die Reichstädter in Reichstädt.

Das größer gewordene Dippoldiswalde kann sich mit seinen Ortsteilen etwas Familiäres bewahren. Jeder Ortsteil ist anders. Das muss so bleiben. Es ist nicht so anonym, wie in den großen Städten und wir haben hier einiges zu bieten, auch wenn wir leider keine Kreisstadt mehr sind. Beispielsweise haben wir:

- die Talsperre Malter als Naherholungsgebiet – auch für die Umlandgemeinden
- die Dippser Heide als Wandergebiet
- das in Europa einzigartige Lohgerber Museum
- sensationellen Bergwerksfunde, die wir für unsere Stadt nutzen müssen
- den Sportpark mit einer für sportliche Großveranstaltungen zu nutzenden 4-Feld Turnhalle
- die Weißeritztalbahn, die touristisch besser zu nutzen gelingen muss
- die von George Bähr erbaute Kirche in Schmiedeberg
- Ottos Eck , ein Kleinod zum Verweilen
- das Schul- und Heimatmuseum in Schmiedeberg

Und vieles mehr – aber wir müssen gemeinsam erreichen, diese bekannter zu machen.

Im Zuge des Zusammengehens brauchen wir auch neue und sichere Arbeitsplätze für die Menschen, die hier wohnen. Darum müssen wir attraktiv für neue Betriebe werden und die vorhandenen unterstützen. Ansiedlungspolitik ist vor allem dann erfolgreich, wenn Interessenten merken, dass die Spitze der Verwaltung dafür einsteht, sie unterstützt und ihr Metier in der Verwaltung versteht. Es braucht moderne Systeme der Datenkommunikation – auch dort, wo die Breitbandverkabelung nicht kurzfristig zu realisieren ist.

Die Entwicklung der Stadt muss den demographischen Wandel berücksichtigen. Auch wenn wir junge Familien aus der Landeshauptstadt und unserem Umland in Dippoldiswalde ansiedeln wollen, werden wir Dippser im Durchschnitt in den nächsten Jahren älter werden. Darum brauchen wir Konzepte, wo wir bei baulichen und verkehrstechnischen Maßnahmen die Interessen unserer älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger besser berücksichtigen. Dafür könnte eine gewählte Seniorenvertretung, die den Stadtrat in Fachfragen unterstützt, ein wertvoller Beitrag sein. Den kurzen, direkten Weg – sei es persönlich oder auch über die neuen Medien – möchte ich aber auf jeden Fall ausbauen, denn die wichtigste Aufgabe der Verwaltung ist es für die Bürger da zu sein.

Über 180 Vereine ermöglichen Menschen in den verschiedenen Altersgruppen, in unserer Stadt und ihren Stadtteilen, Fähigkeiten und Talente einzubringen und Freizeit sinnvoll zu gestalten. Sie reichen vom Sport über die Kunst, den Tierschutz, die Heimatpflege und vieles mehr. Wir brauchen dieses Ehrenamt, denn es macht unsere Gesellschaft lebenswert. Aber Ehrenamt braucht nicht nur Ehrung, es verlangt vor allem Respekt. Die Ehrenamtler leisten viel für Kinder, Jugendliche und Senioren.

Feuerwehren und das THW leisten einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit. Wie sehr wir das brauchen, haben wir bei dem Hochwasser im vergangenen Jahr wieder erfahren müssen. Wir müssen sie bei ihrer Ausrüstung unterstützen und vor allem ihren Sachverstand in der Stadt nutzen.

Finanziell wird es freilich immer enger. Diese Feststellung ist zwar nicht angenehm, aber aufrichtig. Gefordert ist daher eine realistische Politik mit Augenmaß. Dazu gehören Sparsamkeit, Wirtschaftlichkeit und neue Ideen. Es muss klar werden, was Vorrang haben muss und was zurück stehen kann und das sollte auf keinem Fall eine einsame Entscheidung am Schreibtisch sein, sondern ehrlich mit den Beteiligten besprochen werden.
Bei vielen Entscheidungen, von denen wir täglich hören oder lesen, gelingt es der Politik leider nicht immer, Zusammenhänge so zu erklären, dass die Menschen draußen sie verstehen und dann auch mittragen können und wollen. Aus diesen Erfahrungen heraus werde ich Sie frühzeitig in Entscheidungen einbinden. Denn was man versteht, das trägt man auch besser mit.

Die Stadt Dippoldiswalde braucht eine starke Führung, die Herausforderungen erkennt, anpackt und dem notwendigen Sachverstand dann auch umsetzt. Eine Verwaltung kann nur so gut sein, wie der oder die, die an der Spitze steht. Ich stehe bereit, diese Aufgabe zu übernehmen. Gemeinsam mit Ihnen wird es gelingen unserer gemeinsamen Heimatstadt mit seinen schönen Ortsteilen voranzubringen.

Getreu meinem Leitspruch
“In dir muss brennen, was du in anderen entfachen willst!”
Zitat von Augustinus

freue ich mich auf die vor uns liegende Zeit

Ihre Kerstin Körner

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